55 :: Wilhelma

Zwischen 1842 und 1853 von Ludwig von Zanth (1796-1857) als privater Lustgarten König Wilhelms I. im maurischen Stil erbaut. 1880 von König Karl für Besucher geöffnet und 1918 zum botanischen Garten ausgebaut. Seit Ende der 1940er Jahre organisierte Direktor Albert Schöchle Tierausstellungen und behielt die Tiere, wodurch er gegen den Willen großer Teile der Landesregierung einen Zoo aufbaute. Heute ist die Wilhelma der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands – noch dazu in der Kulisse einer  denkmalgeschützten Parkanlage des 19. Jahrhunderts – und einer der artenreichsten Zoos der Welt. Die Wilhelma beherbergt ca. 10.000 Tiere in fast 1.150 Arten sowie über 6.000 Pflanzenarten. Den Besucherinnen und Besuchern werden alle Klimazonen der Erde an einem Ort geboten. Zu den absoluten Besonderheiten zählen eine Freiflugvoliere, das Bärenfreigehege, das große Aquarium, das Insektarium und das Amazonashaus. Die Wilhelma unterhält im 2013 neu eröffneten Menschenaffenhaus eine international beachtete  Aufzuchtstation für Menschenaffen, insbesondere Gorillas.

Mit rund anderthalb Millionen Besuchern pro Jahr ist die Wilhelma zudem eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen Baden-Württembergs und einer der besucherstärksten Zoos in Deutschland. Der Dreiklang von Zoo, botanischem Garten und historischer Parkanlage  macht den hohen Wert und den besonderen Reiz der Wilhelma aus.

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