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Der Historische Pfad Bad Cannstatt

 

Der Historische Pfad ist eine Sammlung von Sehenswertem und Wissenswertem in und über Bad Cannstatt. Die insgesamt 83 Stationen beinhalten historisch und kulturell bedeutende Gebäude, Ereignisse und Personen, die zum Teil weit über Cannstatt hinaus Relevanz besitzen. Die zahlreichen Brunnen und Bäder dürfen hierbei genausowenig fehlen, wie die Entstehung der Stadt bereits vor der Römerzeit oder Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Gottlieb Daimler und Joschka Fischer. An jedem Punkt des Historischen Pfades wurde eine durch Spendengelder finanzierte Tafel angebracht, die ebenfalls über die Besonderheit des Ortes Informiert.

Auf dieser Seite sind alle Punkte beschirieben. Zur besseren Orientierung finden Sie hier auch ein Inhaltsverzeichnis in der Originalreihenfolge, ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis und ein alphabetisches Personenverzeichnis.

Zur besseren Orientierung hat Pro Alt-Cannstatt außerdem eine 54seitige, farbige Broschüre herausgegeben, in der alle Punkte nochmals erklärt werden. Sie enthält neben vielen Bildern eine Zeittafel der Cannstatter Historie, einen Rundgangvorschlag und einen Stadtplan mit allen Punkten des Pfades. 

Dieser Führer durch Cannstatt und seine Geschichte ist über Pro Alt-Cannstatt gegen einen adressierten und mit 1,44 € frankierten DIN-lang Rückumschlag erhältlich. Bitte senden Sie die Bestellung an:

Pro Alt-Cannstatt
Sophie-Tschorn-Straße 15
70374 Stuttgart

Wir bitten um Verständnis, wenn man die Broschüre nicht einfach per E-Mail anfordern kann, aber ein Verein wie unserer ist ohnehin auf Spenden angewiesen, weshalb wir das Porto für den Versand nicht übernehmen können. Dafür haben wir den kompletten Text aller Punkte in diese Seite eingefügt.

 

Vorwort

Daß es dem Cannstatter - und selbstverständlich auch der Cannstatterin - an Selbstbewußtsein gebricht, wenn die Sprache auf seine Heimatstadt kommt, darf getrost in das Reich der Fabel verwiesen werden. Mit einem Wort: Er ist selbstbewußt und läßt dies einen auswärtigen gelegentlich auch ganz ungebremst merken. "Er gerät förmlich in Eifer", schrieb vor annähernd einhundert Jahren der Herausgeber der "Cannstatter Zeitung, C. H. Beck .... wenn frühere Verhältnisse der Stadt den Gegenstand der Unterhaltung bilden". Ein besonders scharf ausgeprägtes Gefühl, das dem Oberamtsstädter "zu allen Zeiten" eigen gewesen sei.

Doch was ist es nun, das den Sauerwasserstädter "so oiga" macht. An der Pracht mittelalterlicher Bauten kann es nicht liegen. Sicher, es gibt einige wichtige historische Bauzeugen, wie etwa die Stadtkirche von Aberlin Jörg mit dem Turm von Heinrich Schickhardt oder die schön geschwungene Marktstrasse mit ihren Giebelhäusern. Auch das Rathaus aus dem Jahre 1491 mit der zweitältesten Glocke Württembergs (nach 1200) darf dazu gerechnet werden. Aber insgesamt ist das Städtchen am Neckar, wie es in alten Beschreibungen aus dem sechzehnten Jahrhundert immer wieder heißt, "zum Gebrauch gebaut" gewesen.

Ja, wenn’s nicht das "alte Gemäuer" ist, das die Einwohner so stolz macht, was ist es dann?

Vor einigen Jahren beispielsweise wurden in den Steinbrüchen unweit des Neckar-Viadukts die nachweisbar ältesten menschlichen Werkzeuge gefunden. Geschätztes Alter 250 000 Jahre. Auf dem Steinhaldenfeld wurden in den 1930er Jahren die reich ausgestatteten hallstattzeitlichen Fürstengräber mit ihren reichen Goldfunden entdeckt und etwa um 90. nach Chr. erbauten die Römer ein Kastell auf der Altenburg. Hier oben entstand auch die Urkirche des Neckartals. Um 700 wurde Cannstatt erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt und 1330 durch Kaiser Ludwig den Bayer mit Stadtrechten ausgestattet. Soviel stichwortartig zur Frühzeit.

So etwa um 1500 herum trat dann Cannstatt "faßbar" in die Geschichte ein. Der wirtschaftliche Aufstieg begann. Noch heute erinnert sich der Cannstatter, daß hier das Zentralpostamt der Thurn- und Taxis-Post - übrigens bis 1806 - ansässig war. Er erinnert sich daran, daß von 1713 bis etwa 1870, "sein" Cannstatt Hafenstadt war. Insbesondere beeindruckt ist er und kann sich eines gewissen sentimentalen Gefühls nicht erwehren, wenn die Rede auf die "große und unvergleichliche Zeit des Weltbads" kommt. Man bedenke, Kaiser, Könige und Fürsten stiegen hierorts ab. Es war die Zeit, in der am Wilhelmsplatz die erste Hautklinik Deutschlands gegründet wurde und gegenüber in der Badstrasse der Dr. Jakob von Heine als erster die Spinale Kinderlähmung als eigenständige Krankheit erkannt hat und die deshalb seit 1907 Heine-Medinsche Krankheit heißt. Und noch etwas weiteres macht stolz: Bad Cannstatt hat mit 19 Mineralquellen das größte Heilwasservorkommen in Westeuropa.

Hier in Bad Cannstatt fuhr 1845 die erste Eisenbahn Württembergs, hier erfanden Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach gemeinsam den schnellaufenden Benzinmotor, hier fuhr das erste Motorrad der Welt, hier wurden die erste Autogarage und die erste Tankstelle der Welt erbaut. Hier wurden aber auch so weltbedeutende Firmen wie beispielsweise Werner u. Pfleiderer gegründet und hier an den Ufern des Neckars "erfand" der Fabrikant Lindauer den ersten Büstenhalter der Welt.

König Wilhelm I und seine Gemahlin, die russische Großfürstentochter, Königin Katharina, machten mit dem 1818 gestifteten Cannstatter Volksfest den Namen Cannstatts auch drüben über dem "Großen Teich" bekannt.

Hier in Bad Cannstatt wurde der Schriftsteller Thaddäus Troll geboren, hier gingen der spätere Literaturwissenschaftler Max Kommerell, der Psychiater Ernst Kretschmar und der Dichter Hermann Hesse ebenso zur Schule, wie die Konstrukteure Ernst Heinkel, Ferry Porsche oder Hellmuth Hirth.

Versteht nunmehr ein "Fremder", warum die Cannstatter so stolz auf "ihr Cannstatt" sind?

"Ist das Stuttgart bei Cannstatt"? ließ der Landeshistoriker Johann Daniel Georg Memminger einen Polizeibeamten in Tirol in seiner "Geschichte von Cannstatt" anno 1812 fragen, als er dessen Paß kontrollierte. Es sei zwar eine "lächerliche Frage", meinte unser Gewährsmann Memminger, die von "wenigen geographischen Kenntnissen" zeuge, "aber desto mehr von dem Rufe der Stadt vornehmlich in den neuen Weltbegebenheiten". Und wenn dies der Begründer der modernen württembergischen Landesgeschichtsschreibung sagt, wer wollte ihm dann widersprochen?

Hans Otto Stroheker

 

Die Punkte

Nun folgen die einzelnen Punkte des Historischen Pfades.

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1.

STADTKIRCHE

Die einstens den beiden heiligen Ärzten Cosmos und Damian geweihte Kirche wurde anstelle zweier Vorgängerinnen von 1460 bis 1471 durch Aberlin Jörg im Stil der Spätgotik erbaut. Den Turm (Renaissance) schuf Heinrich Schickhardt 1613/14. Einzige noch erhaltene gotische Hallenkirche der Landeshauptstadt. Im Chor drei Glasmalereien von Wolf-Dieter Kahler (1963).

Die Stadtkirche ist im Allgemeinen an den Markttagen Dienstag, Donnerstag und Samstag geöffnet.

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2.

RATHAUS

Heute als "Altes Rathaus" bezeichnet. Es wurde 1491 erbaut. 1875 umgestaltet und das Eingangsportal hinzugefügt. Im Dachreiter die zweitälteste Glocke Württembergs (zwischen 1200 und 1250 gegossen).

Der Brunnen davor - er soll an die große Bedeutung des hiesigen Weinbaus erinnern - wurde anläßlich des 500jährigen Bestehens des Rathauses von Hans-Dieter Bohnet gestaltet. Gestiftet von zehn Cannstatter Vereinen und Institutionen unter der Federführung der "Vereinigung Cannstatter Vereine" (VCV) und "Pro Alt-Cannstatt".

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3.

ALTES DEKANAT

MARKTPLATZ

1585 erbaut, seit 1894 Sitz von städtischen Behörden und zeitweilig 12. Polizeirevier.

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4.

VERWALTUNGSGEBÄUDE

MARKTPLATZ 10

1988 durch Prof. Werner Luz auf dem Platz der ehemaligen Oberamtei erbaut.

Diese war von 1787 bis 1816 unter Oberamtmann Hofrat Johann Friedrich Seyffer kultureller Mittelpunkt Cannstatts. Häufiger Gast war der Freiheitsdichter Schubart. 1797 weilte Goethe auf seiner Schweizer Reise hier.

Die beiden Söhne Seyffers verbrachten hier ihre Jugendjahre: Ernst Eberhard Seyffer (1781-1856) Bau- und Gartendirektor. Unter seiner Direktion entstanden unter anderem die Anlagen zwischen Stuttgart und Cannstatt. Berater von Königin Katharina bei der Gründung der heutigen Landwirtschaftlichen Universität Hohenheim. Friedrich August Seyffer (1774 - 1845). Maler und Direktor des Hof-Kupferstichkabinetts. Beide waren Schüler der Hohen Carlsschule und mit Friedrich Schiller befreundet.

Hofrat Johann Friedrich Seyffer gilt als Begründer des späteren "Modebades" Cannstatt (um 1814).

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5.

POLIZEIBRUNNEN

ZWISCHEN DEM CHOR DER STADTKIRCHE UND DER LAMMGASSE

Mineralwasser der Kellerbrunnen-Quelle in der Brunnenstrasse. Im spätklassizistischen Stil 1831 anstelle des früheren Holzmarktbrunnens errichtet. Benannt nach der ehemals angrenzenden Polizeiwache.

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6.

GEBURTSHAUS EBERHARD FRIEDRICH WALCKER (03.07.1796-1872)

LAMMGASSE 3

Er führte die von seinem Vater 1781 gegründete Orgelbaufirma in Ludwigsburg zu Weltruhm.

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7.

EHEMALIGES ALTES SPITAL

BRUNNENSTRASSE 7

Nach der Reformation wurden die Beginen-Verbindungen (s.a. 15.) aufgehoben. In der Folge wurde das Alte Spital 1545 erbaut. Es war Krankenhaus und Altersheim und auch für die Besoldung der Lehrer und Pfarrer zuständig.

Im 18. Jahrhundert Lagerhaus des Cannstatter Hafens. Ab etwa 1880 jüdische Religionsschule und Volkscafé. Seit der Erbauung ununterbrochen für soziale Zwecke genutzt.

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8.

EHEMALS ZUNFTHAUS DER FISCHER

BRUNNENSTRASSE 11

1713 wurde der Cannstatter Hafen beim Mühlgrün durch Herzog Eberhard Ludwig, Gründer der Stadt Ludwigsburg und Erbauer des dortigen Schlosses mit einem großen Fest eingeweiht. Die Hauptlade der Fischer- und Schifferzunft wurde1717 hierher in den "Goldenen Löwen" verlegt. Diese berufsständische Vereinigung war zugleich auch für die Durchführung der Fischerstechen zuständig.

Beachtenswert der Erker mit Renaissance-Konsole.

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9.

GEBURTSHAUS KARL RUPP (27.10.1879 - 1952)

SPREUERGASSE 42

Erster Turnrat der Stadt Stuttgart, Ehren-Oberturnwart im Schwäbischen Turnerbund und Turnverein Cannstatt 1846 (TVC) sowie Festturnwart des "15. Deutschen Turnfestes Stuttgart 1933".

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10.

SCHMIDENER TOR

BRUNNENSTRASSE 26

Bis ca. 1815 eines der drei Cannstatter Haupttore.

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11.

HERMANN HESSE (1877 - 1962)

WILHELMSTRASSE 40

Wohnte während des Besuchs des Cannstatter Gymnasiums 1893/94 im Rückgebäude bei der Präzeptorswitwe Montigel.

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12.

SCHREINEREI-BRUNNEN

ZAISGASSE

Um 1870 errichtet und benannt nach der Weinstube "Schreinerei", die vom langjährigen Vorsitzenden des "Arbeiterbildungsvereins Cannstatt", Schreinermeister Wagner gegründet wurde. Mineralwasser der Kellerbrunnenquelle in der Brunnenstrasse.

Namensgeber der Zaisgasse war der Gründer der ersten Fabrik in Cannstatt 1802, Wilhelm Zais (1772-1840). Schüler der Hohen Carlsschule und Landtagsabgeordneter.

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13.

BRÜCKENTOR

WILHELMSBRÜCKE

Bis 1812 eines der Cannstatter Stadttore und vermutlich seit 1479 zugleich Zollstätte. Wegen der strategisch wichtigen Lage am Kreuzungspunkt wichtiger mittelalterlicher Fernhandelsstrassen von großer Bedeutung. Einstens "Haupt- und Landesbrücke".

Im Juli 1796 bei der "Schlacht zu Kannstatt auf der Brucken" hart umkämpft. Hierüber existiert ein Gedicht von Friedrich Theodor Vischer. Auf seiner Schweizerreise besuchte Johann Wolfgang von Goethe 1798 diesen Ort der kriegerischen Auseinandersetzungen.

Erste Steinbrücke, 1838 durch Eberhard Etzel erbaut. Sie wurde im Zuge der Neckarregulierung durch die heutige Brücke ersetzt.

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14.

BRONZERELIEF

WILHELMSBRÜCKE

1930 zur Erinnerung an die 1929 durchgeführte Neckarregulierung und die 1905 vollzogene Vereinigung der Oberamtsstadt mit der Residenzstadt Stuttgart vom Bürgerverein Cannstatt gestiftet. Die ursprüngliche Tafel wurde bei der Sprengung der Wilhelmsbrücke in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt und später erneuert. Das Original befindet sich im Foyer des Großen Kursaal.

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15.

KLÖSTERLE

MARKTSTRASSE 71

1463 erbaut, ältestes Wohnhaus der Landeshauptstadt und im Inneren bis heute im Originalzustand. Der Name "Klösterle" rührt von den bis zur Reformation hier wirkenden Beginen her, einem mildtätigen Frauenorden ohne Ordensregeln. Einziges Beginenhaus Europas mit integrierter gotischer Kapelle, das mit finanzieller Unterstützung von "Pro Alt Cannstatt" 1983 restauriert wurde.

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16.

STADTMUSEUM

MARKTSTRASSE 71/1

1470 als Scheune der benachbarten Beginen-Sozialstation erbaut. Um 1650 Umbau zur Kelter des nachmalig so benannten Mehnerschen Hofes. 1982 wegen des Baues einer Tiefgarage abgetragen und 1989 als Museumsgebäude für das Stadtmuseum wiederaufgebaut.

Gezeigt werden Exponate zu den Themen Vorzeit, Römer, Badestadtzeit und Industrialisierung. In unregelmäßigen Abständen Wechselausstellungen. Öffnungszeiten: Mi 14-16 Uhr, Sa 10-13 Uhr, So 10-16 Uhr

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17.

THADDÄUS TROLL (1914-1980)

MARKTSTRASSE

Der Thaddäus-Troll-Platz wurde nach dem in Bad Cannstatt geborenen Schriftsteller und Journalisten Thaddäus Troll - Pseudonym für Dr. Hans Bayer - benannt. Seine bekanntesten Werke: "Deutschland, Deine Schwaben" und "D’r Entaklemmer".

Die Plastik "D’r Entaklemmer" von Elke Krämer wurde anläßlich des 70. Geburtstags von Thaddäus Troll durch "Pro Alt-Cannstatt" und mit Unterstützung des Deutschen Literaturarchivs Marbach aufgestellt.

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18.

GASTHOF "CRONE"

MARKTSTRASSE 55

1489 erbaut und im Mittelalter ein Gasthof von internationalem Rang. 1589 durch den Stadtvogt Johannes Mayer neu erbaut. 1944 kriegszerstört und 1957 wieder aufgebaut. Bad Cannstatts älteste Apotheke, die "Kron-Apotheke" bezog von hier ihren Namen.

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19.

GEBURTSHAUS EMIL KIEMLEN (15.01.1869 - 1956)

MARKTSTRASSE 51

Er gehörte zu den wichtigsten Bildhauern Württembergs in der Epoche des Jugendstils. Seine bekanntesten Werke: Junobrunnen (Bad Cannstatt), Daimler-Denkmal im Kurpark, Kriegerdenkmal (Steigfriedhof), Weingärtner-Brunnen (Uhlbach), Faunbrunnen (Herdweg) sowie der Postmichel-Brunnen und das Lenau-Denkmal (beide Esslingen).

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Uffkirchhof.

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20.

ERBSENBRUNNEN

MARKTSTRASSE

Mineralwasser der Kellerbrunnenquelle in der Brunnenstrasse. 1929 von Fritz von Graevenitz geschaffen. Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker stand seinem Onkel für das Büble Modell. Stiftung des "Verschönerungsvereins Cannstatt" anstelle eines älteren gusseisernen Vorgängers.

Die einstige Erbsenbrunnenquelle an diesem Platz war das einzige "Süßwasser" der Stadt, nur diese war daher zum Erbsen kochen geeignet.

Die beiden Gassen, die Erbsengrunnengasse und die Kühlbrunnengasse - "gewöhnliches" Wasser ist bekanntlich kühler als Mineralwasser - sind nach diesem Brunnen benannt.

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21.

STADTMAUER

ZWISCHEN BADSTRASSE UND FELGERGASSE

Zu Herzog Ulrichs Zeit (1487 - 1550) erbaut und ab 1815, nach den napoleonischen Kriegen, abgetragen. Hier war einst ein strategisch wichtiger Eckpunkt der Stadtmauer in unmittelbarer Nähe des Waiblinger Tors. Das Teilstück wurde auf Veranlassung des Regierungspräsidiums Stuttgart saniert.

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22.

WAIBLINGER TOR

MARKTSTRASSE

Um 1500 erbaut und bis 1812 Zugang zur Stadt. Der Stadtmauerrest zeigt die räumliche Ausdehnung Bad Cannstatts, wie sie bis etwa 1825 bestand.

Das volkstümlich gestaltete Bronzerelief an der Südseite wurde von "Pro Alt Cannstatt" gestiftet und von Elke Krämer gestaltet.

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23.

EHEMALIGES SULZBAD

WILHELMSPLATZ

Ehemals ältestes Cannstatter Mineralbad und bis zur Neckarregulierung 1929 geöffnet. Die nach der Regulierung nur noch schwach austretende Quelle wurde bereits um 100 n. Chr. von den Römern benützt und durch Kriegseinwirkung 1944 endgültig zerstört.

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24.

BAHNHOF BAD CANNSTATT

Die erste Eisenbahn Württembergs fuhr am 5. Oktober 1845 mit König Wilhelm I von Cannstatt nach Untertürkheim. Offizielle Betriebsaufnahme am 22. Oktober 1845.

Das heutige Bahnhofsgebäude wurde während des Ersten Weltkriegs - im Zusammenhang mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof - nach Plänen von Martin Mayer anstelle eines älteren Betriebsgebäudes erbaut.

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25.

JAKOB VON HEINE (1800 - 1879)

BADSTRASSE 15

Ehrenbürger der Stadt Cannstatt und Gründer der ersten hiesigen Heilanstalt. Entdeckte hier die Spinale Kinderlähmung, die seit 1907 als Heine-Medin’sche Krankheit bezeichnet wird.

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26.

GEBURTSHAUS PAULINE EINSTEIN, GEB KOCH (8.2.1858 bis 1920)

BADSTRASSE 20

Albert Einsteins Mutter, Tochter des Hof-Früchtehändlers Julius Koch und seiner Frau Jette. Das Haus wurde im zweiten Weltkrieg völlig zerstört.

Ein weiterer Wohnsitz von Einsteins Eltern befand sich im Haus Brückenstrasse 44.

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27.

FRIEDRICH VON DILLENIUS (geboren 1819)

BADSTRASSE 29

Generaldirektor der Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen. Er wohnte bis zu seinem Tod am 15. September 1884 in diesem Haus. Der Ausbau des württembergischen Eisenbahnnetzes in seinen Hauptlinien und die Einführung der Bodenseeschiffahrt sind sein Werk. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Uffkirchhof.

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28.

VILLA SCHÖNE

BADSTRASSE 34

Durch Stadtschultheiss Heinrich Idler 1835 erbaut. Von 1856 bis 1863 Galvano-magnetische Heilanstalt des Arztes und Dichters Theobald Kerner, Sohn von Justinus Kerner.

Literarischer Treffpunkt, unter anderem von Eduard Mörike und Friedrich Theodor Vischer. 1872 Umbau in den jetzigen Zustand durch den "Armenfreund" Carl Eduard Schöne, der 1875 maßgeblicher Stifter zum Bau der Olgakrippe war.

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29.

AUGUST LUDWIG REYSCHER (geboren 1802)

BADSTRASSE 38

Rechtswissenschaftler und juristischer Schriftsteller sowie Reichstagsabgeordneter. Er wohnte von 1853 bis zu seinem Tode am 1. April 1880 in diesem Haus.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Steigfriedhof.

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30.

JAKOBSBRUNNEN

1834 im neugotischen Stil erreichtet und 1978 renoviert. Das Wasser stammt von der Kellerbrunnenquelle in der Brunnenstrasse.

Benannt nach den früheren Anwohnern rund um den Platz: Jakob Boger (Vater und Sohn), Jakob Mehl (Vater und Sohn) und Jakob Zaiss (Vater und Sohn).

Der heute großzügige Platz entstand im Zuge der Altstadtsanierung durch den Abbruch mehrerer Häuser.

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31.

BERNHARD MOLIQUE (geb. 1802)

WILHELMSTRASSE 1

Komponist und zu seiner Zeit europaweit geschätzter Violinvirtuose. Er wohnte von 1866 bis zu seinem Tod am 10. Mai 1869 in diesem Haus.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Uffkirchhof.

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32.

WILHELM GANZHORN (geboren 1818)

WILHELMSTRASSE 10

Oberamtsrichter, Dichter des Liedes "Im schönsten Wiesengrunde", starb am 9. September 1880 hier im ehemaligen Amtsgericht.

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33.

GEORG BERNHARD BILFINGER (gestorben 1750)

KÜBLERGASSE 11

Prälat, Philosoph und Militärtheoretiker. Er wurde hier am 23. Januar 1693 geboren und war mit Friedrich dem Großen befreundet. Erzieher des Schillerherzogs Carl Eugen (1728-1793) und dessen beiden Brüdern Ludwig Eugen und Friedrich Eugen.

Bilfinger befaßte sich nachdrücklich mit dem Weinbau. An der Prag legte er einen Versuchsweinberg an, der später ein Teil der Königlichen Hofkammer wurde. Heute befindet sich dort die Landespolizeidirektion (ehemals Robert-Bosch-Krankenhaus).

Den kompletten Vortrag von Dr. Gerhard Betsch über Georg Bernhard Bilfinger finden Sie hier.

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34.

"MONDLÖSCHER" UND "GRETLE"

SPREUERGASSE 34

In diesem Haus wohnte Christian Peter (1854 - 1938), mitbeteiligt am legendären "Mondlöscher-Einsatz" der Cannstatter Feuerwehr am Ostersamstag 1887. Vater von Sophie Tschorn (1891 - 1975), dem "Gretle von Strümpfelbach", Rundfunkpionierin des Süddeutschen Rundfunks in den 1920er Jahren. Sie war Mitwirkende bei zahlreichen Sendereihen sowie Schriftstellerin und Begründerin des "Vaihinger Kinderfestes".

Sie verbrachte hier ihre Kindheit und Jugend. Freundschaft mit dem schwäbischen Volkskundler August Lämmle.

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35.

JOHANNES-KEPLER-GYMNASIUM

DAIMLERSTRASSE 8

1912 durch Ludwig Eisenlohr und Oskar Pfennig erbaut. Bildhauerarbeiten von Jakob Brüllmann und Ulfert Janssen. Als Lateinschule auf dem Marktplatz 1548 erstmals erwähnt.

Bekanntester Lehrer: Johann Daniel Georg Memminger (1773 - 1840). Begründer der modernen württembergischen Landes- und Ortsbeschreibung.
Bekannte Schüler:
Hermann Hesse (1877 - 1962), im alten Gymnasium an der Brunnenstrasse
Dichter Max Kommerell (1902 - 1944), Literaturwissenschaftler und zeitweise zum Kreis um Stefan George gehörend
Ernst Kretschmer (1888 - 1964), Psychiater
Manfred Wörner (1934 - 1994), Bundesverteidigungsminister und Nato-Generalsekretär

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36.

THERESE KÖSTLIN (1877 - 1964)

DAIMLERSTRASSE 10

Religiöse Dichterin, wohnte von 1904 bis 1930 in diesem Haus. Nichte des Dichters und Prälaten Karl Gerok. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Uffkirchhof.

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37.

FRITZ ELSAS (11.7.1890 - 1945)

KÖNIG-KARL-STRASSE 43

Von 1919 bis 1926 Rechtsrat der Stadt Stuttgart. Die von ihm konzipierte Lebensmittelversorgung im Ersten Weltkrieg wurde reichsweit zum Vorbild. Ab 1929 Erster Bürgermeister der Stadt Berlin.

Wegen Beteiligung am Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt.

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38.

ADOLF VON SEUBERT (geboren 1819)

KÖNIG-KARL-STRASSE 20

Als Offizier hauptsächlich durch die strategische Verteidigung des Schwarzwaldes während des Krieges 1870/71 bekannt geworden. Der Militär- und Kunstschriftsteller schrieb mehrere dramatische Dichtungen. Er starb am 4. Februar 1880 in diesem Haus.

Er gehörte zum Freundeskreis um den Oberamtsrichter Wilhelm Ganzhorn. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Uffkirchhof.

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39.

OSKAR SCHLEMMER (1888 - 1943)

KÖNIG-KARL-STRASSE 17

Maler und Meister am Staatlichen Bauhaus Weimar. Er wohnte und arbeitete im Rückgebäude von 1921 bis 1922. Hier schuf er unter anderem die Figurinen zum "Triadischen Ballett" und die Bühnenausstattungen zu "Mörder, Hoffnung der Frauen" und "Nuschi Nusch", Opern von Paul Hindemith. Der Komponist besuchte Schlemmer mehrmals hier im Atelier.

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40.

LAUTENSCHLÄGER-BRUNNEN

ECKE MERGENTHEIMER/TEINACHER STRASSE

Von Jakob Clement 1934 in Cannstatter Travertin gestaltet. Staatlich anerkanntes Mineralwasser des Wilhelmsbrunnens, der hinter dem Großen Kursaal entspringt.

Nutzung: Bade- und Trinkkuren im benachbarten Mineral Bad Cannstatt.

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41.

GROSSER KURSAAL

Nach Plänen von Nikolaus von Thouret (1767 - 1845) im Stil des Klassizismus durch den "Brunnenverein Cannstatt" und mit Unterstützung König Wilhelms I von 1825 bis 1841 erbaut. Zunächst offene Trinkhalle. Die von Ferdinand Steinbeis ab 1858 hier durchgeführten "Fortschritts-Ausstellungen" waren der Ausgangspunkt für die württembergische Veredelungs-Industrie. 1943 ausgebrannt, 1949 Wiederaufbau.

Reiterstandbild vor dem Grossen Kursaal: König Wilhelm I (1781 - 1864). 1875 von Johann von Halbig erschaffen und 1881 vom Wilhelmsplatz hierher versetzt.

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42.

KLEINER KURSAAL

Durch Albert Eitel im Jugendstil 1907 bis 1909 erbaut. Im Eingangsbereich zum Kleinen Kursaal Portraitmedaillon von Bildhauer Emil Kiemlen zur Erinnerung an Cannstatts großen Wohltäter, Ernst Ezechiel Pfeiffer.

An der linken Außenmauer zum Großen Kursaal hin Erinnerungstafel zum Gedenken an die Verkündung der "Charta der Vertriebenen" am 5. August 1950.

In den Anlagen vor dem Kleinen Kursaal Büste des Komponisten Robert Stolz, der zeitweilig vor dem Ersten Weltkrieg hier Kurkapellmeister war.

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43.

GOTTLIEB-DAIMLER-GEDÄCHTNISSTÄTTE

TAUBENHEIMSTRASSE 13

Hier wirkte der große Erfinder von 1882 bis 1900 und schuf zusammen mit Wilhelm Maybach im ehemaligen Gewächshaus den schnellaufenden Benzinmotor. Ehemals Privatgarten Daimlers, wo er die erste Garage der Welt errichtete und die erste Tankstelle der Welt installierte. Hier befinden sich auch noch die Reste des Wohnhauses.

Unterhalb der Werkstatt steht das erste Denkmal Gottlieb Daimlers. 1902 im Auftrag des Deutschen Ingenieurvereins von Emil Kiemlen geschaffen.

Auf der Anhöhe wurde der sogenannte Daimler-Turm, das "Tusculum" Daimlers, in den 1890er Jahren mit dem Aushubmaterial der benachbarten Umgehungsbahn in Travertin erbaut und Mitte der 1930er Jahre erhöht.

Gottlieb Daimler (geboren 1834) starb hier 1900 und fand seine letzte Ruhe auf dem benachbarten Uffkirchhof.

Öffnungszeiten der Gedächtnisstätte: Di. bis So. 10.00 - 16.00 Uhr Feiertags geschlossen.

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44.

WILHELM MAYBACH

FREILIGRATHSTRASSE 7

Der Automobilkonstrukteur und engster Mitarbeiter von Gottlieb Daimler wohnte von 1906 bis zu seinem Tode am 29. Dezember 1929 in diesem Haus. An der Vorderfassade im Schlußstein Monogramm "WM" (Wilhelm Maybach). Er ruht auf dem Uffkirchhof. Die Maybach-Automobil-Fabrik am Bodensee war eine Gründung seines Sohnes Karl.

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45.

AUGUST LÄMMLE (1876 - 1962)

TAUBENHEIMSTRASSE 35

Der Dichter und Brauchtumsforscher wohnte von 1913 bis 1943 im vierten Stock dieses Hauses. Einzige noch erhaltene Wohnstätte Lämmles.

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46.

LIEBFRAUENKIRCHE

WILDUNGER STRASSE 55

1907 bis 1909 von Josef Cades im Stil der Neuromantik erbaut. 1944 schwer beschädigt. 1948 Wiederaufbau. Mosaik über dem Hauptportal von Carl Caspar. 1962 - 1964 wurden von Wilhelm Geyer geschaffene Glasfenster eingesetzt.

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47.

UFFKIRCHE

Einst "Zu unseren lieben Frauen" geweiht, spätgotisch. Umbau einer älteren Kirche, etwa um 1500. Über dem Südportal die Jahreszahl 1494 und im Turmstumpf Reste einer älteren Urkirche. An der Außenfassade und im Inneren Epitaphien (Gedenktafeln mit Inschrift für einen Verstorbenen an Kirchenwänden) aus der Zeit der Gotik, der Renaissance und des Barock.

An der Nordfassade eines der bedeutendsten Renaissance-Epitaphien Württembergs für den Cannstatter Bürgermeister Jakob Speidel (1538 - 1613). Er stiftete auch den Steinplattenweg vom Waiblinger Tor zum Uffkirchhof (um 1600). Reste davon sind noch vor der Turnhalle der Martin-Luther-Schule, entlang der Waiblinger Strasse, erhalten. Älteste Bürgerstiftung in Bad Cannstatt.

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48.

UFFKIRCHHOF

WAIBLINGERSTRASSE

Im Mittelalter Begräbnisstätte für den Sprengel (das Einzugsgebiet) der Uffkirche. Seit 1506 - nach Aufhebung des Friedhofs neben der Stadtkirche - für alle Bewohner rechts des Neckars bestimmt. Letzte Ruhestätte zahlreicher Persönlichkeiten:

Jacob Speidel (1538 - 1613), Bürgermeister (Epithaph für ihn an der Nordseite der Kirche von Georg Mihler); Bernhard Molique (1802 - 1869), Komponist und Violinvirtuose; Albert von Veiel (1806 - 1874), Gründer er ersten Hautklinik Deutschlands am Wilhelmsplatz, Ehrenbürger der Stadt Cannstatt; Ferdinand Freiligrath (1810 - 1876), Freiheitsdichter, Grabmal 1878 von Adolf von Donndorf geschaffen; Jakob von Heine (1800 - 1879), Gründer der ersten Heilanstalt in der aufstrebenden Badestadt (1829), einer orthopädischen Spezialklinik, Erforscher der Spinalen Kinderlähmung (seit 1907 Heine-Medinsche Krankheit genannt), Ehrenbürger der Stadt Cannstatt; Wilhelm Ganzhorn (1818 - 1880), Oberamtsrichter, Textdichter des Liedes "Im schönsten Wiesengrunde"; Adolf von Seubert (1819 - 1880), Offizier und Schriftsteller; Gottlieb Daimler (1834 - 1900), Erfinder des schnellaufenden Benzinmotors; Wilhelm Maybach (1846 - 1929), Automobilkonstrukteur und engster Mitarbeiter Gottlieb Daimlers; Ernst Kapff (1863 - 1944), Pädagoge und Archäologe, Entdecker des Römerkastells auf dem Hallschlag (1894); Emil Kiemlen (1869 - 1956); Bildhauer Therese Köstlin (1877 - 1964), religiöse Dichterin; Oskar Heiler (1908 - 1995), Volksschauspieler, Partner von Willy Reichert bei "Häberle und Pfleiderer"; Hermann Lang (1909 - 1987), Rennfahrer.

Außerdem fanden zahlreiche Persönlichkeiten der hiesigen Industriegeschichte auf dem Uffkirchhof ihre letzte Ruhestätte.

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49.

LUTHERKIRCHE

WAIBLINGER STRASSE 50

Als Garnisonskirche von 1898 bis 1900 in neugotischem Stil durch die Architektengemeinschaft Richard Böklen und Carl Feil auf dem Platz der ersten Cannstatter Gasfabrik erbaut. Glasfenster von 1980 im Chor von Dieter Kohler.

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50.

VATIKAN

KIENBACHSTRASSE

In den Hauptteilen ab 1905 im Jugendstil durch die Architekten Brude und Gruber erbaut. Weiterbau 1930 – 1932, Fertigstellung 1961. Frühes Beispiel für genossenschaftlichen Wohnbau. Der geläufige Name rührt von der zur Erbauungszeit "weit vor der Stadt" und in sich geschlossenen Lage sowie den früher überwiegend katholischen Bewohnern her.

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51.

GEOLOGISCHES NATURDENKMAL

GEGENÜBER HEINRICH-EBNER-STRASSE 4

Geologisches Naturdenkmal in den einstigen Seelberg-Wiesen. Schichtenfolge ungefähr 100 000 Jahre alt: 1. Löss, 2. Travertin, 3. Auelehm, 4. Kies.

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52.

VEIELBRUNNEN

VEIELBRUNNENWEG UNWEIT DER MERCEDESSTRASSE

Benannt nach dem Begründer der ersten deutschen Hautklinik und Ehrenbürger der Stadt Cannstatt, Albert von Veiel (1806 - 1874) und seinem Sohn Theodor Veiel. Staatlich anerkanntes Heilwasser. Früher als "Brunnen in den Trommelwiesen" bekannt gewesen.

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53.

CANNSTATTER WASEN

Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Exerzierplatz der Garnison Stuttgart. Seit 1818 Veranstaltungsort des von König Wilhelm I und seiner Gattin, Königin Katharina, gestifteten "Cannstatter Volksfestes", des inzwischen größten Schaustellerfestes der Welt. Am 26.9.1857 Schauplatz des Kaisertreffens mit Napoleon III, Zar Alexander II und König Wilhelm I.

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54.

SCHLOSS ROSENSTEIN

Von 1824 bis 1829 durch Giovanni Salucci im Stil des Klassizismus erbaut. Hier starb am 25. Juni 1864 König Wilhelm I. Nach dem Ersten Weltkrieg hier Weltkriegsbücherei. 1944 zerstört, 1954 Wiederaufbau als Staatliches Museum für Naturkunde. Sanierung 1990 und folgende Jahre.

Bildhauerischer Schmuck an der Außenfassade und das Jahreszeitenfries im Schloßinneren von Konrad Weitbrecht.

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55.

WILHELMA

Ehemals Privatgarten von König Wilhelm I. (1781-1864). In den Hauptteilen zwischen 1842 und 1853 durch Ludwig von Zanth im maurischen Stil erbaut.1846 Vollendung der Gesamtanlage. 1944 kriegszerstört. Ab 1949 Ausbau zum einzigen zoologisch-botanischen Garten Deutschlands.

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56.

WILHELMA-THEATER

NECKARTALSTRASSE 9

Von König Wilhelm I aus eigener Schatulle 1840 anstelle einer gewünschten Spielbank durch Hofbaumeister Ludwig von Zanth erbaut. 1987 auf Veranlassung des damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth grundlegend saniert und zur Probebühne der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ausgebaut. Einziges, noch in der Originalbemalung erhaltenes Theater Deutschlands.

Der Operettenkomponist Robert Stolz dirigierte vor dem Ersten Weltkrieg mehrmals hier. 1914 Uraufführung seiner Operette "Das Lumperl".

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57.

FERDINAND FREILIGRATH (geboren 1810)

NECKARTALSTRASSE 73

Der Freiheitsdichter und Mitarbeiter in der Redaktion der "Rheinischen Zeitung" von Karl Marx und Friedrich Engels, starb am 18. März 1876 hier im "Alten Hasen". Das Haus wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört.

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58.

TURNVEREIN CANNSTATT U. TURNGAU NECKAR

NECKARTALSTRASSE 73

Ebenfalls im "Alten Hasen" wurde der " Turnverein Cannstatt 1846" sowie der erste Turngau des "Schwäbischen Turnerbunds" (1847) gegründet.

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59.

JAKOB LINKH jun. (1787 - 1841)

BRÜCKENSTRASSE

Der Architekt und Griechenlandforscher wurde hier als Sohn des Reichspostmeisters Jakob Linkh sen. geboren. Zusammen mit anderen entdeckte er das sogenannte Aeginetenfries - heute das Glanzstück der Glyptothek München. Der Bogenschütze daraus wurde zum Symbol der Olympiade München. Jakob Linkh ruht ebenso wie sein Vater auf dem Steigfriedhof.

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60.

HERMANN METZGER (1896 - 1971)

AACHENER STRASSE 20

Kunstmaler, Gründer des Kunsthöfles und Mitbegründer des Kübelesmarkts. Oft "malender Chronist Cannstatts" genannt.

Hier stand bis 1998 das Geburtshaus von Hermann Metzger, der am 5. Juli hier als Sohn des "Bäcka-Metzger" das Licht der Welt erblickte.

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61.

MARTINSKIRCHE

BRÜCKENSTRASSE

Als Nachfolgerin der einstigen Urkirche auf der Altenburg zwischen 1511 und 1516 hierher verlegt. 1858 auf Betreiben des Badearztes und Orthopäden Hofrat Dr. Jakob von Heine wiedergeweiht. 1944 zerstört, Wiederaufbau 1950.

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62.

ERWIN HAGELOH (geboren 1876)

REMSCHEIDER STRASSE 8

Der Heimatforscher wohnte bis zu seinem Tode am 31. Januar 1965 in diesem Haus.

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63.

RÖMERKASTELL

ROMMELSTRASSE, ECKE HALLSCHLAG

Hier stand von etwa 90 bis 150. n. Chr. Das Römerkastell, das 1893 von Ernst Kapff entdeckt wurde. Auf diesem Areal wurde ab 1908 die Reiterkaserne im Zusammenhang mit dem Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs errichtet. Ab 1997 Umwidmung für Wohnbau und soziale Einrichtungen.

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64.

STEIGFRIEDHOF

Ältester Friedhof der Landeshauptstadt.

Hier befand sich vermutlich auch die Urkirche St. Martin. Mittelalterliche Begräbnisstätte für die Orte Brie (Neckarvorstadt) und Altenburg, später auch für die Bewohner rechts des Neckars.

Bedeutsame Denkmäler: "Trauernder Genius" von Philipp Jakob Scheffauer für den Reichsposthalter Jakob Linkh sen (1767 - 1794); Klassizistisches Grabmal für die Fabrikantentochter Pauline Zais (1802 - 1828) von Dannecker-Schüler Theodor Wagner; Ehrenmal für die Opfer der beiden Weltkriege von Emil Kiemlen.

Letzte Ruhestätte von Erwin Hageloh (1876 - 1965) Heimatforscher; Jakob Linkh jun. (1787 - 1841) Architekt und Griechenlandforscher; Hermann Metzger (1896 - 1971) Kunstmaler; Oskar von Nast (1849 - 1907) Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Cannstatt; August Ludwig Reyscher (1802 - 1880) Reichstagsabgeordneter, Rechtswissenschaftler und juristischer Schriftsteller; Thaddäus Troll - Dr. Hans Bayer - (1914 - 1980) Schriftsteller und Journalist; Helga Feddersen (1930 - 1990) Schauspielerin; Albert Hofele (1896 - 1972) Volksschauspieler und Rundfunkpionier.

Außerdem zahlreiche Persönlichkeiten des Weingärtnerstandes und der wirtschaftlichen Entwicklung Bad Cannstatts.

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65.

ISRAELITISCHER FRIEDHOF

GEGENÜBER DEM STEIGFRIEDHOF

1874 angelegt. Letzte Ruhestätte von Jette Koch (1829 - 1886), der Großmutter des Nobelpreisträgers Albert Einstein.

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66.

BURGHOLZHOF-AUSSICHTSTURM

1891 vom Verschönerungsverein Cannstatt durch Stadtbaumeister Keppler in Form eines römischen Turmes erbaut. 1987/88 durch Pro Alt Cannstatt - insbesondere durch das Engagement von Stadtrat Roland Schmid - saniert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Während der Sommermonate Sonntags durch Vereine im Wechsel bewirtschaftet.

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67.

ZUNFTHAUS DES KÜBELESMARKTES

KÜBLERGASSE 10

1855 als Scheuer in heimischem Travertin erbaut, einem Baumaterial, wie es nur in Bad Cannstatt verwendet wurde, 1986 umgebaut.

Seither Zunfthaus des Brauchtumsvereins Kübelesmarkt Bad Cannstatt, gegr. 1925, der u.a. das Brauchtum der schwäbisch-alemannischen Fasnacht, der Cannstatter Trachten und des Fischerstechens pflegt. Der Verein Pro Alt Cannstatt ging als ehemalige Abteilung aus dem Kübelesmarkt hervor.

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68.

MANFRED WÖRNER (24.9.1934 - 13.8.1994)

ZÜRICHER STRASSE 30

Bundesverteidigungsminister vom 4.10.1982 bis 18.5.1988, Nato-Generalsekretär von 1.7.1988 bis zu seinem Tod. Er verbrachte seine Jugend in diesem Haus.

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69.

QUELLNYMPHEN

DUISBURGER STRASSE 15

Vor dem Haus in einem Betonblock befindet sich der Abguß eines römischen Fundes an dieser Stelle. Das Original befindet sich im Landesmuseum Stuttgart.

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70.

MINERAL-BAD-CANNSTATT

AM KURSAAL

Durch Wilfried Beck-Erlang von 1991 bis 1994 als drittes Bad an dieser Stelle erbaut und am 27.8.1994 eröffnet. Die künstlerische Innenausstattung wurde durch Bürgerspenden unter der Koordination von "Pro Alt Cannstatt" ermöglicht. Die künstlerische Leitung lag bei Helmut Pizzinini.

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71.

NECKARTALSTRASSE 67

Karl von Etzel (1812 - 1865) Architekt und Eisenbahningenieur erbaute dieses Wohnhaus im spätklassizistischem Stil. Er plante die erste Eisenbahnstrecke Württembergs, von Cannstatt nach Untertürkheim, das Eisenbahnviadukt in Bietigheim, die Geislinger Steige sowie die Brennerbahn.

Ab 1857 unter Leitung von Professor Hirsch ein Internat für ausländische Schüler. 1879 wird im Turnsaal (im rückwärtigen Teil an der Pragstrasse) die Weltfirma Werner und Pfleiderer (Bäckereimaschinen) gegründet. 1890 wurde das Haus um ein Stockwerk erhöht.

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72.

NECKARTALSTRASSE 69

1843 im Auftrag der Hofschauspielerin Amalie von Stubenrauch (1805 - 1871) durch Hofbaumeister Ludwig von Gaab (1800 - 1869) im klassiszistischem Stil erbaut.

König Wilhelm I von Württemberg war mit ihr freundschaftlich verbunden.

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73.

ROBERT STOLZ

MARKTSTRASSE 40

1994 erstelltes Portraitmedaillon von Elke Krämer.

Der berühmte österreichische Operetten- und Liederkomponist Robert Stolz (1880 - 1975) wirkte vor dem Ersten Weltkrieg zeitweise in Cannstatt als Kur-Kapellmeister und Dirigent im Wilhelma-Theater, in dem 1914 seine Operette "Das Lumperl" zur Uraufführung kam. In dieser Zeit wohnte er hier in diesem Haus.

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74.

KÖNIG-KARL-STRASSE

SYNAGOGE

Hier stand die Synagoge der seit 1871 selbständigen jüdischen Gemeinde Cannstatts. In der Reichsprogromnacht am 9. November 1938 niedergebrannt. Gedenkstein zur Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Mitbürger, 1961 von Herbert Gebauer geschaffen.

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75.

LEOPOLD MARX (1889 - 1983)

WAIBLINGERSTRASSE 12

Hier stand das 1944 im Krieg zerstörte Geburtshaus des Dichters und Fabrikanten. Der Gedenkstein wurde 1985 auf Initiative von Pro-Alt-Cannstatt von Jürgen Elser geschaffen. Marx war mit dem Dichter Hermann Hesse befreundet und gründete 1926 unter Mitwirkung des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber zusammen mit anderen das Jüdische Lehrhaus in Stuttgart.

1938 Einlieferung ins KZ Dachau. 1939 nach Shavei Zion (Israel) emigriert, wo er 1983 starb. Leopold Marx schrieb zeitlebens in deutscher Sprache.

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76.

SCHIFFMANN-BRUNNEN

HINTER BADSTRASSE 31

Erbohrt 1833 durch Dr. Johann Ludwig Frösner für Kurzwecke in seinem Badhotel. Unter dem späteren Besitzer Hermann gelangte das Hotel durch seine illustren Gäste (u.a. Honoré de Balzac) zu internationalem Ruhm.

Neufassung der Quelle durch Willy Schiffmann 1933. Von 1887 bis 1972 befand sich hier das "Mineralbad Schiffmann".

Das staatlich anerkannte Mineralwasser findet heute im Rot-Kreuz-Krankenhaus Anwendung, das heute auf dem Platz des Badhotels steht.

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77.

SCHOKOLADENFABRIK RITTER

WILHELMSTRASSE 16

Von 1920 bis 1930 Firmensitz (Ritter Sport). Die von Alfred Ritter im Jahre 1912 in der Sodener Strasse 12 begonnene Schokoladenfabrikation wurde hier weitergeführt und dann 1930 nach Waldenbuch verlegt.

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78.

SCHULGEBÄUDE ÜBERKINGER STRASSE 48

Im Jahre 1866 für das 1838 gegründete Gottlieb-Daimler Gymnasium erbaut, das

1966 den Neubau an der Kattowitzer Strasse bezog. Die Jahn-Realschule wechselte von der Brunnenstrasse in dieses Gebäude.

Bekanntester Schulleiter war der Chronist Cannstatts, Karl Heinrich Daiber (1815 - 1881) der auch nach der Erhebung zur Realanstalt 1874 erster Rektor wurde. Er war während der Industrialisierung Mitbegründer wichtiger wirtschaftlicher Vereine. Berühmte Schüler:

Hellmuth Hirth (1886 - 1938), Flugpionier und Konstrukteur, Gründer der heutigen Firma Mahle; Ernst Heinkel (1888 - 1958), Flugzeugkonstrukteur; Ferdinand Porsche (1909 - 1998) Automobilkonstrukteur; Waldemar Besson (1929 - 1971), Historiker; Joschka Fischer (geb. 1948) Politiker; Hans Meiser (geb. ).

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79.

EINKEHR "JÄGERHAUS"

OBERE WAIBLINGER STRASSE 110

Als hervorragendes Beispiel eines Wohn- und Geschäftshauses des Jugendstils. Für die Heslacher Brauerei Frank 1905 durch Karl Stadlinger erbaut.

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80.

JUGENDSTIL-ENSEMBLE

DENNERSTRASSE 100 + KISSINGER STRASSE 76/78

Herausragendes Beispiel eines Wohn- und Geschäftshauses im Geschmack des Jugendstils. Um 1905 durch Architekt Karl Stadlinger für die Cannstatter Hofbrauerei Grüner erbaut.

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81.

ALBERT HOFELE

EBITZWEG 5

Der Volksschauspieler, Rundfunkpionier und Mitbegründer des Kübelesmarkts Bad Cannstatt (geb. 1896) wohnte von 1950 bis zu seinem Tod am 26. Oktober 1972 in diesem Haus.

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82.

KELTISCHES FÜRSTENGRAB

STEINHALDENFELD, NAUMANNSTRASSE

In den Jahren 1934 und 1937 wurden hier zwei Fürstengräber aus der Hallstattzeit um ca. 500 v. Chr. entdeckt. Sie gehören zu den bedeutendsten Keltenfunden im Land.

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83.

STELZENHAUS

FELGERGASSE 4

Wohnhaus aus dem frühen 16. Jahrhundert mit Bohlenbalkendecke. Vermutlich ein Ackerbürgerhaus (Heim eines aus Sicherheitsgründen innerhalb der Stadtmauer wohnenden Bauern), das 1999 grundlegend saniert wurde.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Stadtkirche
  2. Rathaus
  3. Altes Dekanat
  4. Verwaltungsgebäude
  5. Polizeibrunnen
  6. Geburtshaus Eberhard Friedrich Walcker
  7. Ehemaliges altes Spital
  8. Ehemaliges Zunfthaus der Fischer
  9. Geburtshaus Karl Rupp
  10. Schmidener Tor
  11. Hermann Hesse
  12. Schreinereibrunnen
  13. Brückentor
  14. Bronzerelief, Wilhelmsbrücke
  15. Klösterle
  16. Stadtmuseum
  17. Thaddäus-Troll-Platz
  18. Gasthof "Crone"
  19. Geburtshaus Emil Kiemlen
  20. Erbsenbrunnen
  21. Stadtmauer
  22. Waiblinger Tor
  23. Ehemaliges Sulzbad
  24. Bahnhof Bad Cannstatt
  25. Jacob von Heine
  26. Geburtshaus Pauline Einstein, geb. Koch
  27. Friedrich von Dillenius
  28. Villa Schöne
  29. August Ludwig Reyscher
  30. Jakobsbrunnen
  31. Bernhard Molique
  32. Wilhelm Ganzhorn
  33. Georg Bernhard Bilfinger
  34. Mondlöscher und Gretle
  35. Johannes Kepler
  36. Therese Köstlin
  37. Fritz Elsas
  38. Adolf von Scheubert
  39. Oskar Schlemmer
  40. Lautenschläger-Brunnen
  41. Großer Kursaal
  42. Kleiner Kursaal
  1. Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte
  2. Wilhelm Maybach
  3. August Lämmle
  4. Liebfrauenkirche
  5. Uffkirche
  6. Uffkirchhof
  7. Lutherkirche
  8. Vatikan
  9. Geologisches Naturdenkmal
  10. Veielbrunnen
  11. Cannstatter Wasen
  12. Schloß Rosenstein
  13. Wilhelma
  14. Wilhelmatheater
  15. Ferdinand Freiligrath
  16. Turnverein Cannstatt u. Turngau Neckar
  17. Jakob Linkh jun.
  18. Hermann Metzger
  19. Martinskirche
  20. Erwin Hageloh
  21. Römerkastell
  22. Steigfriedhof
  23. Israelischer Friedhof
  24. Burgholzhof-Aussichtsturm
  25. Zunfthaus des Kübelesmarktes
  26. Manfred Wörner
  27. Quellnymphen
  28. MineralBad Cannstatt
  29. Neckartalstraße 67
  30. Neckartalstraße 69
  31. Robert Stolz
  32. König-Karl-Straße
  33. Leopold Marx
  34. Schiffmannbrunnen
  35. Schokoladenfabrik Ritter
  36. Schulgebäude Überkingerstraße 48
  37. Einkehr Jägerhaus
  38. Jugendstil-Ensemble
  39. Albert Hofele
  40. Keltisches Fürstengrab
  41. Stelzenhaus

 

Inhaltsverzeichnis, alphabetisch
Bahnhof Bad Cannstatt
Bilfinger, Georg Bernhard
Bronzerelief, Wilhelmsbrücke
Brückentor
Burgholzhof-Aussichtsturm
Cannstatter Wasen
Dekanat, altes
Dillenius, Friedrich von
Einkehr Jägerhaus
Einstein, Pauline, geb. Koch, Geburtshaus
Elsas, Fritz
Erbsenbrunnen
Fischer, Ehemaliges Zunfthaus der
Freiligrath, Ferdinand
Ganzhorn, Wilhelm
Gasthof "Crone"
Geologisches Naturdenkmal
Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte
Hageloh, Erwin
Heine, Jacob von
Hesse, Hermann
Hofele, Albert
Israelischer Friedhof
Jakobsbrunnen
Jugendstil-Ensemble
Keltisches Fürstengrab
Kepler, Johannes
Kiemlen, Emil, Geburtshaus
Klösterle
König-Karl-Straße
Köstlin, Therese
Kübelesmarktes, Zunfthaus des
Kursaal, Großer 
Kursaal, Kleiner
Lämmle, August
Lautenschläger-Brunnen
Liebfrauenkirche
Linkh, Jakob, jun.
Lutherkirche
Martinskirche
Marx, Leopold
Maybach, Wilhelm

 

Metzger, Hermann
MineralBad Cannstatt
Molique, Bernhard
Mondlöscher und Gretle
Neckartalstraße 67
Neckartalstraße 69
Polizeibrunnen
Quellnymphen
Rathaus
Reyscher, August Ludwig
Römerkastell
Rupp, Karl, Geburtshaus
Scheubert, Adolf von
Schiffmannbrunnen
Schlemmer, Oskar
Schloß Rosenstein
Schmidener Tor
Schokoladenfabrik Ritter
Schreinereibrunnen
Schulgebäude Überkingerstraße 48
Spital, ehemaliges altes
Stadtmuseum
Stadtkirche
Stadtmauer
Steigfriedhof
Stelzenhaus
Stolz, Robert
Sulzbad, Ehemaliges
Thaddäus-Troll-Platz
Turnverein Cannstatt u. Turngau Neckar
Uffkirche
Uffkirchhof
Vatikan
Veielbrunnen
Verwaltungsgebäude
Villa Schöne
Walcker, Eberhard Friedrich, Geburtshaus
Waiblinger Tor
Wilhelma
Wilhelmatheater
Wörner, Manfred

Persönlichkeiten, alphabetisch

Alexander II, Zar 53
Balzac, Honoré de 76
Besson, Waldemar 78
Bilfinger, Georg Bernhard 33
Böklen, Richard 49
Cades, Josef 46
Carl Eugen, Herzog v. Württemberg 33
Caspar, Carl 46
Daiber, Carl Heinrich 78
Daimler, Gottlieb 43
Dillenius, Friedrich von 27
Eberhard Ludwig, Herzog von Württemberg 8
Einstein, Pauline 26
Eisenlohr, Ludwig 35
Eitel, Albert 42
Elsas, Fritz 37
Etzel, Karl von 71
Feddersen, Helga 64
Feil, Carl 49
Fischer, Joschka 78
Freiligrath, Ferdinand 48/57
Ganzhorn, Wilhelm 32/48
Gerok, Karl 36
Geyer, Wilhelm 46
Goethe, Johann Wolfgang von 4
Graevenitz, Fritz von 20
Hageloh, Erwin 62/64
Halbig, Johanna von 41
Heine, Jakob von 25/48
Heiler, Oskar 48
Heinkel, Ernst 78
Hesse, Hermann 11
Hindemith, Paul 39
Hirth, Hellmut 78
Hofele, Albert 81
Idler, Heinrich 28
Jörg, Aberlin 1
Kahler, Wolf-Dieter 1
Kapff, Ernst 48
Katharina, Königin v. Württemberg 56
Kerner, Theobald 28
Kiemlen, Emil 19/48
Koch, Julius und Jette 26/65
Köstlin, Therese 36/48
Kohler, Dieter 49
Kommerell, Max 35
Krämer, Elke 17
Kretschmer, Ernst 35
Lämmle, August 45
Lang, Herrmann 48
Linckh, Jakob 59/64
Luz, Prof. Werner 4
Maybach, Wilhelm 44
Mayer, Johannes 18
Memminger, Johann Daniel Georg 35
Metzger, Hermann 60/64
Mörike, Eduard 28
Molique, Bernhard von 31/48
Napoleon III 53
Nast, Oskar von 64
Peter, Christian 34
Pfeiffer, Ernst Ezechiel 42
Pfennig, Oskar 35
Porsche, Ferdinand 7
Reichert, Willy 48
Reyscher, August Ludwig 29/64
Ritter, Alfred 77
Rupp, Karl 9
Salucci, Giovanni 54
Schiffmann, Willy 76
Seubert, Adolf von 38
Seyffer, Johann Friedrich 4
Schlemmer, Oskar 39
Schöne, Carl Eduard 28
Schubart, Christian Friedrich Daniel 4
Speidel, Jacob 48
Stadlinger, Karl 79/80
Steinbeis, Ferdinand 41
Stolz, Robert 73
Thouret, Nicolaus von 41
Tschorn, Sophie 34
Troll, Thaddäus 17/64
Veiel, Albert von 48/52
Veiel, Theodor 52
Vischer, Friedrich Theodor 13/28
Walcker, Eberhard Friedrich 6
Weitbrecht, Konrad 54
Wilhelm I., Kaiser 53
Wilhelm I., König v. Württemberg 24/53/54/55
Wörner, Manfred 35/68
Zais, Wilhelm 12
Zanth, Ludwig von 55/56

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